Artikel: Cool Girl Apartment: So bekommst du den Interior-Look, den gerade alle auf Pinterest speichern
Cool Girl Apartment: So bekommst du den Interior-Look, den gerade alle auf Pinterest speichern
Es gibt diese Wohnungen, bei denen man sofort das Gefühl hat: Die Person, die hier wohnt, hat ihr Leben vermutlich besser im Griff als ich. Sie besitzt wahrscheinlich eine gute Playlist, kennt kleine Restaurants, die noch nicht jeder auf TikTok entdeckt hat, und findet Möbel nicht einfach, sondern stößt auf sie.
Genau dieses Gefühl steckt hinter dem sogenannten Cool Girl Apartment.
Der Look ist gerade überall: auf Pinterest, in Interior-Feeds und auf den gespeicherten Bildern, die man sich eigentlich nur „zur Inspiration“ anschauen wollte und die fünf Minuten später dazu führen, dass man ernsthaft überlegt, ob der eigene Couchtisch vielleicht doch ersetzt werden müsste.
Das Cool Girl Apartment sieht dabei nicht aus wie ein Möbelhaus-Katalog. Es wirkt eher so, als hätten sich über die Jahre ganz selbstverständlich besondere Stücke angesammelt. Ein bisschen Vintage, ein bisschen Design, dunkles Holz, ungewöhnliche Formen, Chrom, Muster und Dinge, die nicht unbedingt zusammenpassen sollten – es aber irgendwie trotzdem tun.
Und genau das ist der Punkt: Der Look darf nicht zu geschniegelt aussehen.
Braun ist zurück – und ehrlich gesagt war Beige langsam auch ein bisschen langweilig
Nach Jahren voller Creme, Sand, Greige und „Warm White“ darf es wieder etwas dunkler werden. Schokoladenbraun, Espresso, dunkles Holz und erdige Töne bringen sofort mehr Tiefe in einen Raum und sind eine ziemlich einfache Möglichkeit, dieses etwas lässigere, erwachsenere Interior-Gefühl zu erzeugen.
Besonders gut funktioniert das mit einem größeren Möbelstück, das den Raum optisch erdet. Der braune, gerippte Sessel aus deiner Collage wäre dafür zum Beispiel ein perfekter Kandidat: Hier findest du ihn im Shop.
Dazu passen dunkle, skulpturale Stücke wie dieser außergewöhnliche Tisch: Zum Produkt. Solche Möbel haben etwas, das vielen perfekt abgestimmten Einrichtungen fehlt: Sie bleiben im Kopf.
Das Geheimnis liegt in den Möbeln, die ein kleines bisschen seltsam sind
Und das meine ich als Kompliment.
Der Fehler, den man beim Einrichten schnell macht, ist, nur nach Dingen zu suchen, die „schön“ sind. Schön ist allerdings ein ziemlich gefährliches Wort. Sehr viele Möbel sind schön. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie einem Raum Persönlichkeit geben.
Interessant wird es meistens bei den Stücken, bei denen man kurz innehält.
Wie dieser skulpturale braune Stuhl: Zum Stuhl.
Oder der geflieste Couchtisch: Hier anschauen.
Oder dieser schwarz-braune Tisch, der aussieht, als hätte ihn jemand in einem sehr guten Vintage-Shop entdeckt: Zum Produkt.
Genau solche Stücke machen aus einer Wohnung etwas Persönliches. Nicht, weil alles darin besonders sein muss – sondern weil es irgendwo einen kleinen Moment geben sollte, der sagt: Okay, das hätte ich so noch nicht überall gesehen.
Schachbrettmuster? Ja. Aber bitte mit Selbstbeherrschung.
Das Checkerboard-Muster gehört inzwischen ziemlich eindeutig zum Cool-Girl-Interior dazu. Es taucht auf Stühlen, Hockern, Teppichen und Accessoires auf und bringt sofort etwas Verspieltes in einen Raum, der ansonsten vielleicht eher ruhig gehalten ist.
Der wichtigste Tipp: Man braucht davon nicht sehr viel.
Ein besonderer Stuhl reicht völlig aus, wie zum Beispiel dieser hier: Schachbrett-Stuhl ansehen.
Oder man setzt mit einem Hocker einen Akzent: Zum karierten Hocker.
Der Trick ist, Muster nicht als komplettes Einrichtungskonzept zu behandeln. Niemand möchte morgens aufwachen und das Gefühl haben, in einem Schachbrett zu wohnen.
Ein einzelnes Musterstück zwischen dunklem Holz, neutraleren Oberflächen und schlichten Formen wirkt dagegen sofort interessanter.
Kombiniere Dinge, die eigentlich aus unterschiedlichen Welten kommen
Das ist wahrscheinlich der Grund, warum der Look so gut funktioniert.
Dunkles Holz trifft auf glänzende Oberflächen. Ein eher rustikales Möbelstück steht neben einer futuristischen Lampe. Etwas Weiches und Gemütliches bekommt Gesellschaft von Metall oder Keramik.
Zum Beispiel mit dieser dunklen Tischlampe: Lampe ansehen.
Oder dieser Wand- beziehungsweise Stehlampe mit dem ungewöhnlichen Fuß: Zum Produkt.
Dazu könnte man etwas Skulpturales kombinieren, wie diese Vase beziehungsweise das Designobjekt: Hier findest du es.
Das Spannende entsteht nämlich selten dadurch, dass alles aus derselben Kollektion kommt. Eher im Gegenteil. Wenn alles perfekt zusammenpasst, sieht ein Raum schnell aus, als hätte jemand einmal auf „Komplettes Wohnzimmer kaufen“ geklickt.
Ein bisschen Reibung macht es interessanter.
Und dann darf es ruhig ein bisschen nach „gefunden“ aussehen
Das vielleicht Schönste am Cool Girl Apartment ist, dass nicht alles neu und perfekt sein muss.
Ein besonderes Fell, ein Möbelstück mit Struktur, ein Hocker, der ein bisschen aus der Reihe tanzt – all das sorgt dafür, dass ein Raum nicht aussieht, als wäre er an einem einzigen Samstag eingerichtet worden.
Das Kuhfell aus deiner Collage bringt beispielsweise genau diesen Kontrast hinein: Kuhfell ansehen.
Dazu passen weichere Elemente wie der braune Pouf: Zum Pouf.
Gerade diese Mischung aus etwas Hartem, etwas Weichem, etwas Glattem und etwas Strukturiertem macht einen Raum am Ende spannend. Interior lebt schließlich nicht nur von Farben und Möbeln, sondern auch davon, wie unterschiedlich sich Dinge anfühlen und aussehen.
Das Cool Girl Apartment ist übrigens kein Wettbewerb
Man muss dafür nicht plötzlich nur noch Designklassiker kaufen, sich auf Flohmärkten um 6 Uhr morgens prügeln oder sämtliche Möbel austauschen.
Ganz im Gegenteil.
Der Look funktioniert am besten, wenn man ihn langsam entstehen lässt. Vielleicht beginnt es mit einem besonderen Tisch. Dann kommt irgendwann eine Lampe dazu, die nicht aussieht wie jede andere Lampe. Später findet man einen Stuhl, den man eigentlich nicht gesucht hat, aber plötzlich unbedingt haben möchte.
Und irgendwann schaut man sich um und merkt: Okay. Jetzt sieht es tatsächlich nach mir aus.
Vielleicht ist genau das die beste Definition für ein Cool Girl Apartment.
Nicht eine Wohnung, die aussieht wie auf Pinterest.
Sondern eine Wohnung, die so gut aussieht, dass sie auf Pinterest landen könnte.
Mein Fazit für den Look:
Wenn du dein Zuhause in Richtung Cool Girl Apartment entwickeln möchtest, würde ich nicht versuchen, alles auf einmal umzusetzen. Such dir lieber ein oder zwei echte Statement-Pieces aus und baue den Rest darum herum auf.
Dunkles Holz, Braun, ein bisschen Muster, interessante Formen und ein unerwarteter Kontrast sind dafür ein ziemlich guter Anfang.
Und falls du gerade beim Lesen schon gedanklich Möbel umgestellt hast: Das ist vermutlich kein Zufall. 😄

















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